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RGB und CMYK: Was sind die Unterschiede?

Bildbearbeitung, Design, Fotografie oder Druck. Zwei verschiedene Farbmodelle bestimmen nicht nur unsere tägliche Arbeit: RGB und CMYK. Die Unterschiede und Verwendung zu kennen ist wichtig.

Das RGB-Farbmodell

Das RGB-Farbmodell ist ein additives Farbmodell, das auf den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau basiert. Die Farben werden auch Lichtfarben genannt, denn beim additiven Farbmodell entstehen Farben durch das Mischen von Licht.

Br24 Blog RGB und CMYK: Grafische Darstellung des RGB-Farbmodells durch drei farbige Kreise sowie welche Farben sich durch die Mischung der drei Grundfarben ergeben

Das Hinzufügen (Addieren) der drei Grundfarben in unterschiedlicher Intensität ergibt verschiedene Farben. Der RGB-Wert beschreibt jede einzelne Farbe und definiert den jeweiligen Anteil von Rot, Grün und Blau. Wert 0 = kein Anteil dieser Grundfarbe. Wert 255 = maximaler Anteil dieser Grundfarbe. Je größer der Anteil der Farben, desto heller ist die Farbmischung. Bei höchster Intensität ergeben alle drei Farben reines Weiß (RGB 255, 255, 255). Die Abwesenheit aller drei Farben ist Schwarz (RGB 0, 0, 0).

Theoretisch sind mit dem RGB-Modell auf diese Weise alle sichtbaren Farben darstellbar. Technisch bedingt ergeben sich tatsächlich insgesamt rund 16,8 Millionen verschiedene Farbnuancen.

Verwendung

– Ermöglicht die Darstellung am Bildschirm, z. B. Fernseher, Computer, Kamera, Smartphone. Benötigt werden lediglich drei Lichtquellen für Rot, Grün und Blau.

– Ideal für digitale Arbeiten, z. B. digitale Bilder, Grafikdesign, Webdesign, Videos.

– Am besten eignen sich die Dateiformate JPEG, PNG, PSD und GIF.
Mehr zu den verschiedenen Bildformaten und Vektorformaten in unserem Blog.

Gut zu wissen

RGB ist ein geräteabhängiges Farbmodell. Unser Br24 Dunkelblau hat beispielsweise den RGB-Wert 13, 0, 76. Die Darstellung dieses Farbtons ist jedoch von Gerät zu Gerät unterschiedlich und hängt unter anderem von den geräteinternen Farbeinstellungen ab.

Das CMYK-Farbmodell

Das CMY-Farbmodell ist ein subtraktives Farbmodell, das auf den drei Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) sowie zusätzlich Key (Schwarz) basiert. Key stammt von der sogenannten Key-Platte, einer Druckplatte. Was bereits zeigt, dass das CMYK-Farbmodell im Druckbereich zum Einsatz kommt. Tinte absorbiert Licht, weshalb das Modell subtraktiv genannt wird.

Br24 Blog RGB und CMYK: Grafische Darstellung des RGB-Farbmodells durch drei farbige Kreise sowie welche Farben sich durch die Mischung der drei Grundfarben ergeben

Die Grundfarben werden nacheinander auf einen (in der Regel) weißen Untergrund aufgebracht, wodurch sich je nach Mischverhältnis unterschiedliche Farbnuancen ergeben. Der CMYK-Wert beschreibt jede einzelne Farbe und definiert den jeweiligen Prozentanteil von Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz). Je größer der Anteil der Farben, desto dunkler ist der Farbton.
In der Theorie ergibt die Mischung aus 100% Cyan, Magenta und Yellow die Farbe Schwarz. In Wirklichkeit ergibt sich jedoch ein sehr dunkles Braungrau. Deshalb wird beim Druck die Keyfarbe Schwarz hinzugefügt. Dies erzeugt nicht nur reines Schwarz, sondern die Intensität von Grauwerten und Schatten kann ebenfalls erhöht werden. Daher ist Schwarz beim Drucken nicht gleich Schwarz. Je nachdem, in welchem Verhältnis die drei Grundfarben sowie die Keyfarbe im Schwarz vertreten sind, erscheint das Schwarz unterschiedlich.

Das CMYK-Modell kann theoretisch mehr als 4 Milliarden verschiedene Farben darstellen. Es können jedoch nur wesentlich weniger Farben auf einem Bildschirm angezeigt oder während des Drucks erzeugt werden. Letztendlich umfasst CMYK wesentlich weniger Farbtöne als RGB. Stark leuchtende Farben müssen beispielsweise mit Sonderfarben gedruckt werden. Die Farbe Weiß ist nur durch Abwesenheit bzw. Weglassen von Farben erreichbar oder mit einer Sonderfarbe im sogenannten Weißdruck.

Verwendung

– CMYK ist Voraussetzung für den Vierfarbendruck und wird z. B. beim Offsetdruck verwendet (u.a. Online-Druckbranche)

– Erstellung von Druckdaten für gedruckte Projekte, z. B. Visitenkarten, Flyer, Produktverpackungen, bedruckte T-Shirts.

– Am besten eignen sich die Dateiformate PDF, AI und EPS.
Mehr zu den verschiedenen Bildformaten und Vektorformaten in unserem Blog.

Gut zu wissen

Fotos und Bilder liegen meist in RGB vor. Um sie in Druckdaten zu integrieren, müssen sie in CMYK konvertiert werden (Farbseparation). Da RGB wesentlich mehr Farben darstellen kann als CMYK, kommt es dabei oft zu Farbabweichungen, auch Farbverschiebungen genannt. Zur Gewährleistung von optimaler und möglichst realitätsgetreuer Farben, erfolgt die Bildbearbeitung daher grundsätzlich im RGB-Modus. Erst im Anschluss erfolgt die Umwandlung in CMYK mit einer Kopie der Bilddatei. Mit Hilfe von Farbprofilen und Gamut-Mapping ist es möglich, Farbabweichungen möglichst gering zu halten.

Fazit

– Welches Farbmodell sich am besten eignet, ist abhängig von der Verwendung.

– Das RGB-Farbmodell ist ideal für digitale Arbeiten und die Darstellung am Bildschirm.

– Das CMYK-Farbmodell eignet sich für die Erstellung von Druckdaten.

 

Farbprofil und Gamut-Mapping? Was genau es damit auf sich hat und noch mehr zum Thema Farbmodelle und Farbräume, bald in unserem Blog.