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Das richtige Format

Wann und warum ist welches Bildformat am besten geeignet?

Bei den verschiedenen Bildformaten verliert man schnell den Überblick. Das eine Format ist nicht unbedingt besser als das andere. Es kommt auf viele Faktoren an: Farbtiefe, Transparenz, Skalierbarkeit, Dateigröße, Komprimierung. Wir betrachten verschiedene Dateiformate für Pixelgrafiken.

Unterschiede Pixel- und Vektorgrafiken

Br24 Blog Bildformate: Vergleichstabelle mit den Unterschieden zwischen Pixel- und Vektorgrafiken

Weitere Details finden Sie in unserem Blogeintrag „Raster oder Vektor?”.

Verlustfrei und verlustreich

Abhängig vom Bildformat und der Komprimierung sind Rastergrafiken entweder verlustfrei oder verlustreich. Verlustfreie Bildformate speichern alle Daten des Originalbildes pixelgenau. Was zu großen Dateigrößen führen kann. Verlustreiche Bildformate reduzieren z. B. die Anzahl der Farben in einem Bild. Dafür ist die Dateigröße kleiner.

JPEG/JPG

JPEG, oder kurz JPG, ist die Abkürzung für „Joint Photographic Experts Group” und bieten bestmögliche Flexibilität bei Rasterbearbeitung und Komprimierung. Die Komprimierung ermöglicht eine starke Reduzierung der Dateigröße. Je mehr komprimiert wird, desto stärker nimmt allerdings die Qualität ab (verlustreiche Komprimierung). Aus einer komprimierten Datei kann die ursprüngliche Qualität nicht wiederhergestellt werden. Die Bearbeitung sollte daher immer bei höchstmöglicher Originalqualität erfolgen. Hohe Auflösung mit niedriger Komprimierung ist perfekt.
JPEGs eignen sich für Bilder mit großer Farbtiefe, vielen Farben und starken Kontrasten, etwa Fotos. Das Format unterstützt jedoch keine Transparenz. Aufgrund seiner geringen Dateigröße, großen Farbvielfalt und flexiblen Bearbeitung, ist JPEG eines der am weitesten verbreiteten Formate für Bilder im Webbereich, auch für den Druck ist es geeignet. Außerdem wird das Format weitgehend unterstützt.

PNG

PNG steht für „Portable Network Graphics” und das Format ist optimiert für Webgrafiken. Die verlustfreie Komprimierung ermöglicht das Bearbeiten und Exportieren ohne Qualitätsverlust. PNGs haben eine hohe Farbtiefe und unterstützen Transparenzen, sodass ein großer Farbraum dargestellt werden kann. Transparenz sowie verlustfreie Komprimierung führen schnell zu großen Dateigrößen.
Mit PNGs können hochqualitative transparente Webgrafiken erstellt werden. Dabei muss immer die Dateigröße beachtet werden. PNG-8 eignet sich etwa für einfache Logos, Icons und Grafiken mit reduziertem Farbspektrum. Für Grafiken mit vielen verschiedenen Farben ist gegebenenfalls PNG-24 oder PNG-32 die bessere Alternative.

TIFF

„Tagged Image File Format”, kurz TIFF oder TIF, ist ebenfalls ein verlustfreies Rasterformat. TIFF-Dateien sind für den Druck optimiert. Das TIFF-Format wird hauptsächlich genutzt, um Bilder und Grafiken in höchster Qualität und hoher Auflösung für die Printproduktion bereitzustellen. Neben PDF und EPS ist es eines der wichtigsten Standardformate für die Übertragung von Druckdaten.
TIFF wurde speziell für die Einbettung der Farbseparation und Farbprofile von Rastergrafiken entwickelt. Bilder können in unterschiedlichen Farbmodi und Farbtiefen gespeichert werden. Das Format unterstützt das CMYK-Farbmodell, verschiedene Farbräume sowie die Verwendung von Ebenen und Transparenzen. Zusammen mit der verlustfreien Komprimierung erzeugen TIFF-Dateien eine sehr hohe Bildqualität. Haben allerdings oft ein hohes Datenvolumen.

GIF

Das „Graphics Interchange Format” ist besonders im Web verbreitet. Als Animationen oder kleine Logos und Icons mit einer geringen Farbtiefe. Das Farbspektrum des GIF-Formats ist auf 256 Farben beschränkt. Trotz verlustfreier Komprimierung kann die Dateigröße daher erheblich reduziert werden.

PSD

PSD (Photoshop Document) ist das Standardformat, welches Adobe Photoshop zum Speichern von Daten verwendet (proprietär). Das Format wird hauptsächlich zum Erstellen und Bearbeiten von Rastergrafiken eingesetzt. Eine PSD-Datei kann mehrere Ebenen enthalten und in viele andere Bildformate umgewandelt werden. Zum Beispiel in JPEG oder TIFF für den Druck. Oder für die Verwendung online in PNG, JPEG oder GIF.

RAW

Das RAW-Format ist ein unverarbeitete Rohdatenformat (engl. roh, unverarbeitet). Die Dateigröße ist daher sehr groß. Viele hochwertige Digitalkameras liefern neben Bildern im JPEG-Format auch ein RAW-Format aus. Um das komprimierte JPEG-Format zu erhalten, durchlaufen die aufgenommenen Bilder einen internen Bearbeitungsprozess in der Kamera (z.B. Schärfen, Kontrast und Helligkeit anpassen). Dieser Schritt entfällt beim RAW-Format. Zum Lesen und Bearbeiten des Bildformats ist eine entsprechende Software erforderlich.

Br24 Blog Bildformate: Vergleichstabelle mit den Unterschieden zwischen verschiedenen Bildformaten

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