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Raster oder Vektor?

Was sind die Unterschiede und wann wird was verwendet? Wir haben Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Rasterbilder

Rasterbilder oder -grafiken bestehen aus einzelnen Bildpunkten, Pixeln, die in einem Raster angeordnet sind. Die Pixel enthalten unterschiedliche Farbinformationen und zusammen bilden sie zum Beispiel ein buntes Bild. Je mehr Pixel in einem Bild vorhanden sind, desto höher ist die Qualität und umgekehrt.
Im Zusammenhang mit Rasterbildern werden häufig PPI (Pixels per Inch/Pixel pro Zoll) und DPI (Dots per Inch/Punkte pro Zoll) genannt. PPI beschreibt die relative Auflösung eines Bildes, die Pixeldichte sozusagen. DPI ist ein Auflösungsmaß aus der Drucktechnik, wird jedoch häufig synonym für PPI verwendet. Mehr zum Thema PPI, DPI, Auflösung und den Zusammenhang mit der Bildqualität, erfahren Sie in unserem Blogbeitrag „PPI, DPI? Wir haben die Auflösung“.

Br24 Blog Raster vs Vektor: Was ist der Unterschied? Bild mit Spa Gegenständen, zeigt Qualitätsunterschiede zwischen 20 PPi, 72 PPi, 300 PPI

Vor- und Nachteile
Größter Vorteil von Rasterbildern ist ihr Reichtum an Details und Farbabstufungen und die damit verbundene hohe Qualität. Die Qualität hängt dabei stark von der Auflösung ab. Je mehr Pixel, desto höher die Auflösung und Qualität. Jeder Bildpunkt kann einzeln bearbeitet und angepasst werden. Außerdem sind Rasterbilder sehr weit verbreitet und können für unterschiedliche Einsatzbereiche in diversen, programmunabhängigen Dateiformaten gespeichert werden.

Ein wesentlicher Nachteil von Rasterbildern ist, dass sie nicht beliebig skaliert, insbesondere vergrößert, werden können. Je stärker die Vergrößerung, desto sichtbarer wird die Rasteranordnung der Bildpunkte. Konturen und Details werden unscharf, das Bild sieht verpixelt aus und mitunter kommt es zu Farbfehlern. Je höher die Qualität eines Rasterbildes, desto größer ist außerdem die Dateigröße und der Speicherplatzbedarf. Wenn Rasterbilder nachträglich in Vektorgrafiken umgewandelt werden, führt dies oft zu verminderter Qualität. Mit professioneller Arbeit und Präzision lässt sich jedoch auch höchste Qualität erzielen.

Verwendung
Rasterbilder sind ideal für komplexe, detailreiche, farbtreue Darstellungen und Grafiken mit vielen Informationen, wie etwa Fotografien. Im Alltag begegnen uns Rasterbilder sehr häufig. Sie werden z.B. online eingesetzt. Monitore, TV-Bildschirme und Digitalkameras verwenden sie ebenfalls. Zur Bearbeitung sind rasterbasierte Programme wie Adobe Photoshop notwendig. Gängige Dateiformate für Rasterbilder sind .jpg, .png, .tiff, .gif, .bmp, .psd, .pdf.

Vektorgrafiken

Vektorgrafiken bestehen aus geometrischen Formen wie Linien, Kurven, Kreisen und Polygonen. Die Formen werden anhand bestimmter Parameter beschrieben, z.B. Anfangspunkt, Länge, Richtung, Farbe etc. Diese Parameter definieren exakt die Objekte, aus denen ein Bild oder eine Grafik aufgebaut ist. So besteht in einer Vektorgrafik ein Kreis nicht aus einzelnen am Raster ausgerichteten Bildpunkten. Seine Abbildung wird durch Informationen wie die Position des Mittelpunkts, Durchmesser und Farbe definiert.

Br24 Blog Raster vs Vektor: Was ist der Unterschied? Bild eines Wellensittichs als Vektorgrafik, zeigt Linine, Kurven und Polygone

Vor- und Nachteile
Der wesentliche Vorteil von Vektorgrafiken ist die stufenlose und verlustfreie Skalierbarkeit. Sie können beliebig vergrößert oder verkleinert werden, ihre hohe Qualität bleibt erhalten. Die Eigenschaften von Linien, Kurven, Flächen etc. können einfach, flexibel und präzise bearbeiten und anpassen. Änderungen wie Größe, Farbe, Position sind jederzeit problemlos möglich. Im Vergleich zu Rasterbildern haben Vektorgrafiken eine geringere Dateigröße. Die Umwandlung einer Vektorgrafik in eine Rastergrafik ist wesentlich einfacher als umgekehrt.

Detailreiche Bilder können allerdings aufgrund der vielen verschiedenen Formen und Farben schwierig als Vektorgrafiken dargestellt werden. Die Vektorisierung geht meist mit dem Verlust von Details einher. Um qualitativ hochwertige Ergebnisse zu erzielen, sind entsprechenden Bearbeitungsprogramme sowie spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten notwendig. Und um eine Vektorgrafik abzubilden, muss zuerst das Bild berechnet, gerendert, werden. Je umfangreicher eine Vektorgrafik, desto mehr Zeit benötigt dieser Prozess.

Verwendung
Vektorgrafiken eignen sich besonders zur Darstellung von geometrischen Designs und Figuren, Logos, Icons, Piktogrammen, technischen Illustrationen, Produktillustrationen, Schriften sowie bei der Erstellung von Layouts. Sie werden eingesetzt, wenn Grafiken in verschiedenen Skalierungen, aber immer in höchster Qualität erforderlich sind. Zum Beispiel für ein Logo, das sowohl auf kleinen Visitenkarten als auch auf großen Werbetafeln verwendet wird. Die Erstellung und Bearbeitung erfordert spezielle Programme wie Adobe Illustrator. Gängige Dateiformate für Vektorgrafiken sind .ai, .eps, .svg, .pdf.

 

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